Ironman Frankfurt

6 Juli 2009

Bereits in meiner ersten Mainzer Arbeitswoche sehnte ich mich dem Wochenende entgegen. Zum einen der Arbeit wegen, zum anderen aufgrund des leichten Schlafdefizits, vor allem jedoch wegen der unerträglichen Hitze und der Vorausschau auf besseres, kühleres Wetter (- dieser Wunsch sollte unerfüllt bleiben).

Nachdem es am Freitag mit der WG zum Improtheater auf den Neroberg nach Wiesbaden ging und ich mich am Samstag nahezu komplett entspannte, hatte ich mich am gestrigen Sonntag mit Jan in Frankfurt verabredet. Wenn man uns beide hier stehen sieht, ist auch sofort klar wozu:

…zum Ironman.

Die Europameisterschaften dieses verrückten Wettkampfes fanden hier statt. Bei brütender Hitze und mit einem steifen Hals vom Neroberg, schlenderten wir beide mit Radler und Bratwurst bewaffnet an der Mainpromenade entlang und feuerten Faris Al-Sultan, Timo Bracht und Co. an. – Das war ganz schön anstrengend für uns.

Die Sportler hingegen wirkten jedes mal wenn sie an uns vorbei gelaufen kamen (- nach dem 3,8 Kilometer Schwimmen und der 180-Kilometer-Tour mit dem Fahrrad liefen die Jungs und Mädels noch vier 10-Kilometer-Runden am Main entlang -) entspannter. Ob das am Geruch der leckeren Bratwürste oder der zunehmenden Nähe zum Ziel lag ist mir bisher nicht bekannt.

Richtig laut wurde es im Zielbereich, am Frankfurter Römer, als die ersten Läufer ins Ziel kamen. Mit  Timo Bracht gewann ein Deutscher (ebenso wie bei den Frauen – Sandra Wallenhorst). Das der junge Mann in unter acht Stunden diese (doch irgendwie kranke) Strecke absolvierte war für mich jedoch Nebensache. Bewundernswert sind alle Sportler, die bei dieser Tortour an den Start gehen ohne sich zu überschätzen. – Der älteste Teilnehmer war 72 Jahre alt! –  Respekt sollte man aber auch all denen zollen, die trotz athletischer Körpermaße ihre Grenzen kennen und das Spektakel “nur” vom Rand aus betrachten (siehe die beiden Herren im Bild oben).

Der 3. Liga-Spielplan für die Saison 2009/2010 ist endlich da. Hier sind die Ansetzungen der Dresdner:

Gegner Termin Ergebnis
VfB Stuttgart II Sa 25.07.2009 H -:- (-:-)
SV Wehen Wiesbaden Mi 29.07.2009 A -:- (-:-)
SV Sandhausen Sa 08.08.2009 H -:- (-:-)
Bayern München II Sa 15.08.2009 A -:- (-:-)
Erzgebirge Aue Sa 22.08.2009 H -:- (-:-)
Rot-Weiß Erfurt Sa 29.08.2009 A -:- (-:-)
VfL Osnabrück Mi 02.09.2009 H -:- (-:-)
Borussia Dortmund II Sa 05.09.2009 A -:- (-:-)
Holstein Kiel Sa 12.09.2009 H -:- (-:-)
Wacker Burghausen Sa 19.09.2009 A -:- (-:-)
Eintracht Braunschweig Sa 26.09.2009 H -:- (-:-)
Werder Bremen II Sa 03.10.2009 A -:- (-:-)
Kickers Offenbach Sa 17.10.2009 H -:- (-:-)
FC Ingolstadt 04 Sa 24.10.2009 A -:- (-:-)
SpVgg Unterhaching Sa 31.10.2009 H -:- (-:-)
Carl Zeiss Jena Sa 07.11.2009 A -:- (-:-)
Jahn Regensburg Sa 21.11.2009 A -:- (-:-)
1. FC Heidenheim Sa 28.11.2009 H -:- (-:-)
Wuppertaler SV Bor. Sa 05.12.2009 A -:- (-:-)
VfB Stuttgart II Sa 12.12.2009 A -:- (-:-)
SV Wehen Wiesbaden Sa 19.12.2009 H -:- (-:-)
SV Sandhausen Sa 30.01.2010 A -:- (-:-)
Bayern München II Sa 06.02.2010 H -:- (-:-)
Erzgebirge Aue Sa 13.02.2010 A -:- (-:-)
Rot-Weiß Erfurt Sa 20.02.2010 H -:- (-:-)
VfL Osnabrück Sa 27.02.2010 A -:- (-:-)
Borussia Dortmund II Sa 06.03.2010 H -:- (-:-)
Holstein Kiel Sa 13.03.2010 A -:- (-:-)
Wacker Burghausen Sa 20.03.2010 H -:- (-:-)
Eintracht Braunschweig Sa 27.03.2010 A -:- (-:-)
Werder Bremen II Di 30.03.2010 H -:- (-:-)
Kickers Offenbach Sa 03.04.2010 A -:- (-:-)
FC Ingolstadt 04 Sa 10.04.2010 H -:- (-:-)
SpVgg Unterhaching Di 13.04.2010 A -:- (-:-)
Carl Zeiss Jena Sa 17.04.2010 H -:- (-:-)
Jahn Regensburg Sa 24.04.2010 H -:- (-:-)
1. FC Heidenheim Sa 01.05.2010 A -:- (-:-)
Wuppertaler SV Bor. Sa 08.05.2010 H -:- (-:-)

Weiteres gibts dann wie immer (rechts) unter dem Link 3. Liga und natürlich bei kicker und Co..

Plötzlich schreiben

17 Juni 2009

Mein zweites von drei Praktika vor der Bachelorarbeit habe ich in einer kleinen Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung gemacht:

SZ-Prakti1

In den zwei Monaten bei der Lokalpresse wurde ich von Anfang an ins kalte Wasser geschmissen, was alles andere als schlecht war. Vom ersten Tag an bekam ich Themen, die es zu recherchieren und dann zu schreiben galt. Vor dem Praktikum dachte ich, dass sich Lokaljournalismus hauptsächlich mit Kaninchenzüchtervereinen und ähnlich spannenden Themen beschäftigt. Letztlich ist das gar nicht so falsch, nur das es tatsächlich – ohne sarkastischen Hinterton – recht spannend sein kann, seine Nase in Kaninchenzüchter- und andere komische Vereine zu stecken. So war ich beim Zirkus, bei der Feuerwehr, hab mich mit Sportlern getroffen, habe mit Stadträten und Polizeichefs telefoniert, Spielmannszüge besucht, Erdbeerfelder inspiziert, von der Öffnung einer Kirchturmspitze berichtet, über Einzelschicksale geschrieben und vieles mehr. Zusammengefasst habe ich so ziemlich überall in Freital recherchiert und geplaudert und daraus dann eine  Geschichte gebastelt.

Das Schöne an dieser Arbeit ist, dass ich als Redakteur mein eigener Herr bin. Wichtig ist lediglich, dass am Ende eine Geschichte steht und diese den Regeln des (Lokal-) Journalismus entspricht. Im Gegensatz zum Fernsehen existieren ungewohnte Freiräume. So bin ich nicht auf andere angewiesen: ich alleine schreibe meine Geschichte. Ich mache mir meine Gedanken über die Dramaturgie und schreibe die Story so, wie ich sie erzählen will. Es gibt in der Regel keinen der mir dabei zwischenfunkt, nichts was ich inszenieren muss, um Quotensicherheit zu haben, und niemanden, der mir sagt das der Hase nur in diese eine Richtung laufen darf. Bei der Lokalzeitung gibt es täglich neue Geschichten zu erzählen. Schöne kann man auskosten, weniger schöne schnell abhaken: heute das Erdbeerfeld und der neue Polizeichef, morgen die Feuerwehr. Es gibt selten ätzende Geschichten, die sich über Wochen hinziehen und bei denen man sich von Anfang an fragt, wofür man das überhaupt produziert. Wenn es bei der Zeitung heute einen ätzenden Auftrag gibt, gehört dieser in der Regel ab morgen der Vergangenheit an. Wenn ich heute Mist produziert habe kann ichs morgen besser machen, schließlich ist nichts so uninteressant wie die Zeitung von gestern…

Kurzum, ich habe im zweiten Praktikum die Zeitung für mich entdeckt und so eine neue Option für die Zukunft gefunden. Heute kann ich mir gut vorstellen in einer Lokalredaktion zu schreiben, vielleicht nicht für immer, aber das ist ja erstmal zweitens.

In wenigen Tagen beginnt, nahezu nahtlos, das nächste Praktikum: mit Löwenzahn beim ZDF in Mainz  rufen dann wieder die bewegten Bilder. Eine WG habe ich schon, mal sehen was das Kinderfernsehen so zu bieten hat.