Eiskalt
7 Januar 2009
Es ist Winter, ich bin in Oslo, es ist bitterkalt. Tag für Tag um die minus zehn Grad. Trotz täglicher Sonnenstunden wachsen Eiskristalle aus dem Boden. Allerdings wird es hier im Norden nur von unten weiß. Von oben kommt nichts.
Aus Deutschland höre ich von den tiefsten Temperaturen seit Jahrzehnten, von minus zwanzig Grad in der Nacht und vor allem von Schnee. Ganz viel Schnee. In Mittweida sollen schon über 30 cm liegen. Das muss ein ganz besonderes Bild sein. Leider sollen die Temperaturen zum Wochenende wieder deutlich nach oben gehen, die Schneehöhe demnach nach unten.
- Schön, dass ich am Wochenende wieder nach Deutschland komme.
Bergen
19 November 2008
Am Freitag endlich war es so weit: Inzwischen habe ich in diesem Jahr bestimmt das halbe Dutzend an Norwegenbesuchen voll, nun sollte es auch einmal über die Stadtgrenzen von Oslo hinaus gehen.
Unser Ziel: Bergen. Wie man sagt eine der schönsten Städte Norwegens. Leider auch eine der verregnetsten. Hier soll es, hat man uns gesagt, an über 300 Tagen im Jahr regnen. Und in der Tat, als wir nach sieben Stunden Zugfahrt ins Freie traten… Regen.

Das lustige am Regen in Bergen ist, dass es sich stets um Schauer handelt. Man läuft durch die Stadt, es fängt an zu tropfen, nach einigen Minuten ist es unausweichlich, den Schirm auszupacken. Gesagt getan, wieder einige Minuten später hat der Spuk ein Ende. So wiederholt sich das mehrmals stündlich, dazwischen ist das Wetter angenehmer.

Am Sonntag hatten wir dann die in dieser Region so seltene Ehre eines Sonnentages.
Was sich schon am verschauerten Samstag ankündigte, wurde im warmen Sonnenlicht noch einmal deutlicher: Bergen ist eine traumhafte Stadt! Sie ist nicht nur in die Fjordlandschaft gebaut, sie ist hier gewachsen. Diesbezüglich also das ganze Gegenteil von Oslo. Besonders schön sind die unzähligen kleinen engen Gassen an den Hängen. Sie führen hindurch durch weiße Holzhäuser, in denen kleine Treppen bis unter das Dach führen, in denen Kerzen brennen und es einfach nur gemütlich wohnlich aussieht. Und jedes einzelne dieser Häuser scheint ein traumhaften Blick hinunter in die Stadt zu haben.

Unten in der Stadt stehen dann Sehenswürdigkeiten wie die alte Häuserzeile „Bryggen“, die Festung, der Hafen oder der Fischmarkt.
Leider blieben uns nur 16 Stunden, um diese schöne Stadt 500 Kilometer westlich von Oslo zu bestaunen. Gerade mal genug Zeit also, um sich einen Überblick zu verschaffen. Genug Zeit aber für eine schöne Erinnerung.

Schön in Erinnerung blieb übrigens auch die Zugfahrt zwischen den Städten. Wenn man mehrere Tage Zeit hat, sollte man diese sieben Stunden unbedingt komplett durch die Helligkeit fahren. Zieht einen die Lokomotive doch von Meeresspiegelniveau bis auf eine Höhe von über 1200 Metern. In diesen Stunden bekommt man eine herrliche Aussicht auf die Schönheit Norwegens.
Alle Fotos wie immer auf meinem Fotoaccount bei Flickr…
Mugge in Bergen
12 November 2008
Es ist wieder so weit, der Rucksack ist gepackt, die Reise kann beginnen. Natürlich geht es auch diesmal nach Norwegen, Oslo.
Doch dieses mal nur für eine Nacht. Am Freitag fährt uns die Eisenbahn einmal quer durch das Land: Bergen!
Dass heißt, diesmal werde ich auch mal das richtige Norwegen zu Gesicht bekommen. Das ist auch notwendig, fehlen mir doch noch ein paar Bilder für den 2009er Kalender.
Jetzt geht es aber als erstes einmal ins Bett, schließlich beginnt die Reise morgen in der Frühe, 7.02 Uhr, am Mittweidaer Bahnhof.






