Cementiri de Montjuïc

Barcelona ist eine eng bebaute Stadt, in der jeder Quadratmeter für Häuser bzw. Straßen benötigt wird. Es gibt nur noch sehr wenige unversiegelte Flächen, für besinnliche Orte ist einfach kein Platz in dieser Stadt.

Diese Erkenntnis kommt einem spätestens bei der Suche nach einem ruhigen Fleckchen oder einem zum Joggen geeigneten Park in der Nähe des eigenen Quartiers.
Welches Ausmaß der Platzmangel in Barcelona wirklich hat, ist mir persönlich gestern bei einem Spaziergang auf dem Montjuïc, dem Berg am Südrand der Metropole, aufgefallen. Auf der Suche nach Natur und etwas Abgeschiedenheit entdeckte ich eine merkwürdige Siedlung, die aus der Ferne einem Stadtteil aus Plattenbauten ähnelte. Von Nahem betrachtet war diese Siedlung ein riesiger Friedhof, man kann fast sagen eine Friedhofstadt. Hier, auf dem „Cementiri de Montjuïc“ haben Hunderttausende Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Allerdings werden die Toten hier nicht beerdigt sondern in kleine Nischen eingemauert. Diese Fächer werden sowohl als Einzelgräber, als auch als Familien-Gräber verwendet.

Der „Cementiri de Montjuïc“ ist ein sehr imposanter Friedhof. Zum einen wegen der Architektur der Grabstätten und deren Lage, zum anderen vor allem wegen dessen Dimension. Wer ein bisschen Zeit hat und einmal etwas mehr als die im Reiseführer aufgezeigten Sehenswürdigkeiten Barcelonas besuchen möchte, dem sei diese Anlage am Südhang des Montjuïc empfohlen.

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